"Ihre Worte haben mich tierisch geärgert."
Heute ist mein letzter Tag als Meinungschefin beim SPIEGEL.
Die vergangenen vier Jahre lassen sich vielleicht am besten mit einem Leserinnenzitat zusammenfassen: „Ihre Worte haben mich tierisch geärgert.“
Oder mit dem Titel über den Leserbriefen zu meiner Kolumne, in der ich die Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern verteidigt habe, die ihren Sohn von der Schule beurlauben ließ, um früher in den Urlaub zu fliegen: „Bei der dritten Zeile Schnappatmung.“
Meinungsjournalismus ist dann relevant, wenn er neue Perspektiven eröffnet – nicht nur die eigenen bestätigt. Wenn er Widerspruch provozieKolumne, in der ich die Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern verteidigt habert - und aushält.
Danke an alle, die mitgedacht, mitgelacht, widersprochen und sich auch mal tierisch geärgert haben.
Und Danke an das SPIEGEL-Meinungsteam um Ralf Neukirch, Martina Kix, Swantje Karich, Hannah Pilarczyk, Charlotte Klein, Vytene Banser und Tom Franke, mit denen gemeinsam man jeden Shitstorm überstehen kann.
Ab März beginnt etwas Neues: Ich arbeite künftig als Autorin der Chefredaktion.